Biologie
Der Fachbereich Biologie ist - aufgrund der innerstädtischen Lage der Schule - daran interessiert, Partnerschaften mit Schulen außerhalb Berlins zu entwickeln, um mit einer gewissen Kontinuität ökologische (auch verhaltensbiologische) Fragestellungen zu verfolgen bzw. entsprechende Projekte zu planen und durchzuführen.
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Deutsch
Der Unterricht im Fachbereich Deutsch orientiert sich natürlich in der Liebfrauenschule ebenso am Rahmenplan wie in jeder anderen Schule.
Als besondere Schwerpunkte werden zusätzlich Erweiterungskurse (GK) angeboten, die sich an das 2./3. Semester wenden und über die reine Sachbezogenheit hinaus neue Denkansätze bringen. Themen z.B.: "Der Turmbau von Babel - Sprachverwirrung - Sprachbarriere - Sprachverlust", "Die Suche nach dem Sinn des Lebens", "Das Leben ein Traum - der Traum ein Leben".
Innerhalb der einzelnen Semester stehen jeweils Projekte auf dem Programm, die Vorstellung der Ergebnisse erfolgt z.B. an einem Gemeinschaftswochenende. Themen z.B.: "Goethe - Dichter, Staatsmann, Mensch", "Menschenbilder - Lebensräume".
Außerdem wurde im Vorjahr ein Kreativ-Wochenende "Schreibwerkstatt" angeboten. Schüler des 3. Semesters schrieben Forschungen zum Roman "Bruder Feuer" von Luise Rinser. Die Autorin reagierte auf die Ergebnisse mit einem langen persönlichen Dankbrief.
Im Mittelstufenbereich werden Feiern wie z.B. Erntedank als Deutsch-Projekt gestaltet. Themen wie "Gott hält die ganze Welt in seiner Hand" zeigen den fächervernetzenden Ansatz (Deutsch, Religion, Kunst, Musik).
Einzelne Klassen studieren Theaterszenen ein, die in sozialen Angeboten an Kindergruppen, Seniorenkreise in Pfarrgemeinden zur Aufführung gelangen.
Schulübergreifend werden von der Fachbereichsleitung Wettbewerbe ausgeschrieben: Aufsatz-, Vortrags-, Vorlesewettbewerbe. Die Jury setzt sich dann aus Kollegen aller beteiligten Schulen zusammen. Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen einer abendfüllenden Veranstaltung mit Kostproben aus den eingereichten Beiträgen.
Dichterlesungen, Theaterbesuche, Kiez-Spaziergänge ergänzen in lebendiger Weise den Unterricht. Fortbildungsveranstaltungen für die Lehrer werden ebenso angeboten (Germanistentag, Politisch-literarisches Wochenende).
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Englisch
Our English department consists of 7 colleagues, all speaking different varieties of the English language. The initial studies here are based on Green Line New 3 to 6; later on a wide range of political and literary subjects is offered, depending on the teachers' and students' interests. The subjects that are dealt with here are English and American literature of the 20th century, Shakespeare, the mass media and current political and ethical problems.
We have just started an exchange programme with Pope John Paul II High School in Boca Raton (Florida) and are still interested in establishing contacts with other schools in English-speaking countries. more information about our exchange program
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Erdkunde
Der Fachbereich Erdkunde ist an einem ist an einem E-Mail-Austausch mit anderen Schulen insbesondere zu den einzelnen Themen der Jahrgangsrahmenpläne interessiert. Über Kontakte mit deutschen, anderen europäischen oder überseeischen Schulen freut sich der Fachbereich. E-Mails sollten unter Betreff auf das Fach Erdkunde verweisen.

Folgende Themenbereiche sieht der Rahmenplan in Berlin vor:

  • Klasse 7: Europäische Länder ohne die Bundesrepublik Deutschland
  • Klasse 8: USA, GUS, Japan
  • Klasse 9: Entwicklungsländer (Afrika, Südamerika, China, Naher Osten)
  • Klasse 10: Deutschland, Europäische Union, Berlin, Stadtentwicklung
  • Klasse 11: Klima, Gewässer und deren Verschmutzung, anthropogene Klimabeeinflussung, physische Geographie
  • Klasse 12: Thema "Stadt", Thema "Raumplanung"
  • Klasse 13: Thema "Entwicklungsländer"
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Französisch
FACHBEREICH FRANZÖSISCH - LE FRANCAIS AU COLLÈGE ET AU LYCÉE

Le francais est (pour la plupart des élèves) la deuxième langue étrangère, c'est-à-dire enseigné à partir de la classe 7 du collège( par 7 professeurs : 6 fem., 1 masc.).

Au collège (Gymnasium), le cours des débutants (classes 7 +8 ) est basé sur le livre scolaire «Etudes francaises, Découvertes 1+2» (Klett-Verlag), les classes 9+10 du collège travaillent avec «Etudes francaises, Cours intensif 2» . Les élèves du « Realschule » (classes 7-10) travaillent avec «Ensemble» (Klett-Verlag). Le cours de la classe 11 (Einführungsphase = passage au second cycle/au lycée) est basé sur le recueil de textes « Nouveaux Horizonts, Editions Nouvelles » (Klett-Verlag). A ce niveau, les élèves révisent et approfondissent leurs connaissances de base (grammaire et vocabulaire du francais fondamental), en même temps c'est un cours préparatoire à l´analyse de textes (littéraires et non-littéraires).

Les thèmes du francais au lycée (Kurssystem der gymnasialen Oberstufe) sont les suivants:

1er semestre:
Fables, contes et nouvelles (= une introduction dans la littérature)

2e semestre:
La France actuelle I ( Civilisation de la France, p.ex.: les jeunes dans la société actuelle ; Paris et quelques régions de la France - le problème de la centralisation/ décentralisation ; les relations franco-allemandes dans l'histoire/la France et l'Europe..)

3eme semestre:
La littérature du XXe siècle (p.ex : l'existentialisme : Sartre et Camus ; le théâtre de l'absurde: Ionesco ; les poèmes et récits de J. Prévert ; la littérature maghrébine et «beur» : M. Charif, Tahar Ben Jelloun .quelques auteurs actuels : Mondiano, Le Clézio, M. Tournier..)

4eme semestre :
La France actuelle II (Civilisation de la France, p.ex. : le francais dans le monde/la francophonie : le Québec, les DOM-TOM..), le système politique/syndical....) ou La littérature du XVIIIe siècle (p.ex : Diderot, Rousseau, Voltaire..) ou La littérature du XIXe siècle (p.ex : Balcaz, Maupassant, Hugo, Zola.) Professeur et élèves choisissent entre ces trois grands thèmes.

En général, il y a chaque année scolaire un cours intensif du francais (Profil-bzw. Leistungskurs) qui se termine par une épreuve écrite au baccalauréat.
Depuis 1987, notre école organise tous les deux ans un échange scolaire avec l'Institut Notre-Dame de la Tilloye, un collège et lycée de l'enseignement privé (catholique) à Compiègne, près de Paris. En général, notre visite à Compiègne a lieu la semaine avant les vacances d'octobre, les élèves francais rendent la visite en novembre/décembre. Cet échange s'adresse aux élèves des classes 11 (E-Phasen) et du premier semestre ( c.a.d. : de la seconde et de la première). Des échanges individuels, pour quelques semaines ou même quelques mois, sont aussi possibles.
Le lycée «Liebfrauenschule» est très intéressé à entrer en contact avec des collèges/lycées francais qui veulent correspondre par e-mail avec nos élèves ou qui ont des idées pour faire des projets scolaires par Internet (p.ex. pour faire connaissance de la vie quotidienne/politique etc. à Berlin..).
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Geschichte / Politische Weltkunde
Neben dem regulären Politik- und Geschichtsunterricht möchte der Fachbereich Geschichte die Kommunikation mit anderen Schulen zu den von den Schülern selbst gewählten Themen fördern. Insbesondere ist dabei an E-Mail Kontakte gedacht, die aktuelle Recherchen, Zeitungsbefragungen, Projekte oder auch Referate von Schülern aufgreifen. Schüler aus unterschiedlichen Regionen können so gegenseitig Erfahrungen austauschen und die Zusammenarbeit zwischen den Schülern fördern. Im Rahmen des diesjährigen Schülerwettbewerbs Deutsche Geschichte um den Preis des Bundespräsidenten mit dem Thema Zur Geschichte des Helfens sind drei Arbeiten entstanden. Themen waren dabei: "Die Geschichte des St. Hedwig-Krankenhauses - 150 Jahre selbstlose Hilfe jenseits aller politischen Systeme", "Kriegsgefangenschaft" und "Judenverfolgung in Berlin". Schüler und Lehrer, die an einem Austausch mit unserer Schule zu historischen und politischen Themen interessiert sind, können sich neben der eMail-Adresse der Schule (postmaster@ksliebfrauen.de) auch an Herrn Johannes Weischede unter folgender eMail-Adresse wenden: 

johannes.weischede@ksliebfrauen.de

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Katholische Religionslehre
Der Religionsunterricht ist das Fach, in dem in den letzten Jahrzehnten intensivste pädagogische Anstrengungen unternommen werden mussten, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden, da sowohl Unterrichtsformen wie auch Inhalte obsolet geworden waren. Kein Schulfach hat nach dem Zweiten Weltkrieg mehr Veränderungen erfahren. Der Religionsunterricht gehört zu den anstrengendsten Fächern. Man fühlt sich als Lehrer mehr als in jedem anderen Fach gefordert. Der Druck auf die eigene Person ist enorm groß. Persönliches Zeugnis ist unabdingbar. Andererseits bewirkt der Religionslehrer nach einer geglückten Stunde engagierte Pausengespräche der Schüler. Die innere Befriedigung ist beispielsweise eine ganz andere, wenn der Lehrer jungen Menschen einen neuen Horizont für Grundfragen des Lebens eröffnen konnte, im Vergleich mit der Vermittlung des Lehrsatzes des Pythagoras oder eines Programms für den Gaußschen Algorithmus.
Wer also über den Religionsunterricht berichten will, dem mangelt es nicht an Themen, die hier jeweils nur ganz knapp angesprochen werden können. Kein anderes Schulfach steht grundsätzlich unter einem vergleichbaren Legitimationsdruck. Immer aktuell ist das Argument, dass Religion Privatsache sei. Schulischen Religionsunterricht, wie ihn das GG, Art. 4 und 7 eigentlich vorschreibt, gibt es in nur wenigen Staaten der Welt. Kann man Religion überhaupt in der Schule unterrichten oder "lehren"? Diese Frage kommt in mir immer wieder auf - auch nach einer mehr als 30-jährigen Tätigkeit als Religionslehrer. Muss man sich nicht frei zu einer Religion entscheiden können und seine eigene Meinung dazu bilden? Ja, aber gerade dazu soll Religionsunterricht doch dienen. Er soll helfen, die Augen und das Herz zu öffnen und zu einer eigenen und begründeten Einstellung zu kommen.
Damit ist auch schon angedeutet, dass der schulische Religionsunterricht zunächst nicht der Missionierung von Schülern dient. Der Religionsunterricht ist nicht ein Feld, wo die großen Kirchen mehr oder weniger privilegiert ihr Geschäft für sich betreiben. Wir verstehen heute den Religionsunterricht als Dienst an den Schülern. Fachleute sprechen von einer diakonischen Funktion für die Lebensorientierung der jungen Menschen. Der Religionsunterricht soll den Schülern zu fundierten Antworten verhelfen, auf Fragen wie: Wer bin ich? Wo komme ich her? Wo geht meine Reise hin? Wofür lohnt es sich zu leben? Was ist gut? Was ist böse?
Solche Fragen gehören in den Unterricht, der einem umfassenden Bildungsauftrag entspricht und nicht nur Wissen vermitteln will. Dies gilt für alle Fächer, vorzugsweise jedoch für den Religionsunterricht. Es kann nicht nur darum gehen, den Schüler mit Informationen vollzustopfen und ihn fit für das Berufsleben zu machen. Der Bildungsauftrag der Schule ist umfassender. Er muss auf diese existentiellen Fragen eingehen. Dazu gehört auch die Vermittlung von Werten über Arbeit und Beruf hinaus. Von dieser Wertevermittlung lebt die Gesellschaft. Deswegen muss der Staat seinerseits ein Interesse am Religionsunterricht haben, wenn er nicht ein Nachtwächterstaat sein will. Er selbst kann keine Werte vorschreiben. Die Gesellschaft lebt von einem Minimalkonsens von Werten, ohne den es nicht geht, wenn Menschen zusammenleben sollen. Werte, von denen eine Gesellschaft zehrt, wie Gerechtigkeit, Frieden, Toleranz, Achtung und Freiheit, sind zentrale Inhalte der biblischen Botschaft. Neben der Vermittlung von Werten geht es im Religionsunterricht ferner darum, jungen Menschen auf ihrer Suche nach einem Sinn in ihrem Leben zur Seite zu stehen. Schließlich sollen die Schüler noch bedenken und erfahren, dass das Glaubensangebot der Christengemeinschaft in schwierigen Zeiten Stärke und Halt für das Leben und darüber hinaus geben kann.
Allerdings ist der Religionsunterricht überfordert, wenn man ihm diesen Bildungsauftrag exklusiv zumutet. Gerade an einer katholische Schule sind alle Fächer in die Werteerziehung eingebunden. Die Eltern allerdings sind und bleiben die ersten Lehrer in der religiösen Bildung. Wo diese ihre Aufgaben nicht entsprechend wahrnehmen, kann die Schule nur mangelhaft als Ersatz in die Lücke springen. In der Bedeutung für die religiöse Entwicklung ist der Religionsunterricht nachrangig. Er steht nach der Elternaufgabe nicht einmal an zweiter Stelle. So ist die Erfahrung eines gelebten Glaubens in einer religiösen Gemeinschaft z.B. in der Pfarrgemeinde oder in einer Jugendgruppe viel überzeugender als der Versuch einer intellektuellen Durchdringung des Glaubens im Religionsunterricht. Darum macht unsere Schule wieder das Angebot der Jugendarbeit der "Gemeinschaft Christlichen Lebens". Schließlich ist die Gestaltung von Gottesdiensten an unserer Schule, vor allem von Klassengottesdiensten, ein besonderes Anliegen. .Damit hängt zusammen, dass der Religionsunterricht auch eine kleine Oase sein soll, wo die Schüler ein wenig abschalten, durchatmen und zu sich kommen können. Von daher ist es auch vor der staatlichen Schulaufsicht zu verantworten, dass wir innerhalb des Religionsunterrichts und in Zusammenarbeit mit anderen Kollegen Gottesdienste vorbereiten und feiern. Eine Feier oder ein Fest zu gestalten, gehört zum Menschsein, will jedoch gelernt sein. Wir würden uns im Übrigen freuen, wenn wir in absehbarer Zeit an unserer Schule einen eigenen Gottesdienstraum und einen. Raum der Stille bekämen, der uns jederzeit zugänglich ist.
Natürlich gehört auch die Wissensvermittlung in den Religionsunterricht, der offiziell ja Religionslehre heißt. Der Verstand wird nicht ausgeschaltet, wenn es um den Glauben geht (fides quaerens intellectum). Zudem ist vieles um uns herum nur verständlich, wenn man weiß, dass es auf dem Boden des Christentums gewachsen ist. Unsere Kultur ist vom Christentum geprägt. Viele Themen der Kunst und der Literatur sind biblischen Ursprungs. Deutschlehrer beklagen - vor allem an staatlichen Schulen in Berlin, wo der Religionsunterricht (noch) kein ordentliches Unterrichtsfach ist, - den Mangel an biblischem Wissen, wenn sie große Literatur lesen, weil ohne biblische Kenntnisse vieles einfach nicht verständlich ist. Viele Ausdrücke wie Kainsmal oder Hiobsbotschaften bleiben leere Worthülsen, wenn das biblische Grundwissen fehlt. Die Aufgabe dieser Wissensvermittlung ist die Basis für eine Benotung im Religionsunterricht. Die persönliche Glaubensüberzeugung bzw. Glaubenspraxis darf dabei nicht in die Benotung eingehen. Die Noten fallen in der Mittelstufe im Vergleich mit anderen Fächern meistens recht gut aus. Andererseits spricht eine "Vier" in diesem Fach eine deutliche Sprache. In der Oberstufe muss die Zensierung jedoch absolut vergleichbar sein, wenn es um das Einbringen von Punkten für das Abitur geht. Wer dieses Fach zu einem Prüfungsfach macht, hat sogar ein anspruchsvolles Fach ausgesucht. Die Prüfungsvorsitzenden beim Abitur nehmen gern an einer Religionsprüfung teil und bestätigen danach regelmäßig das hohe Niveau der Anforderungen, die sich nicht auf die Wiedergabe von Erlerntem beschränken können, sondern bereits in deren Darstellung eine persönliche Auseinandersetzung mit dem Unterrichtsstoff abverlangen. Die Zahl der Religionsprüfungen im Abitur weicht nicht auffällig von anderen Fächern ab. Mit dem neuen Schuljahr beginnt wieder ein Leistungskurs, insgesamt der dritte an unserer Schule.
Die Akzeptanz des Religionsunterrichtes geht mit hohen Anforderungen an dieses Fach einher, wie die breit angelegte und jüngst abgeschlossene Untersuchung von Prof. Bucher gezeigt hat*.

Jochem Krüger

*Anton Bucher, Religionsunterricht zwischen Lernfach und Lebenshilfe, Kohlhammer, Stuttgart (2000)

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Kunst
Der Kunstunterricht heute unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht vom Kunstunterricht des 19. Jahrhunderts, wo es sich in erster Linie um einen reinen Zeichenunterricht handelte! In diesen so genannten Zeichenstunden ging es darum, Gegenstände, Pflanzen, Tiere und Menschen in ihrer natürlichen Erscheinungsform und Ausdrucksweise wiederzugeben (siehe naturgetreuen Abbildungen von Kunstwerken unbekannter Künstler).
Das Vorbild der Natur durfte nicht zerstört werden, was letztlich die Bewertung von Schülerarbeiten enorm vereinfachte, denn alle Arbeitsergebnisse, die Abweichungen vom Vorbild aufwiesen, galten als unvollkommen. Andere Arbeitstechniken, wie der expressive Umgang mit Farben, das plastische Gestalten von Skulpturen, fanden in dem reinen Zeichenunterricht der Schule von damals keinen Platz.
Diese Auffassung von Kunstunterricht hat sich extrem gewandelt. Heute werden u.a. verschiedene aktuelle Strömungen (aus der Welt der Kunst/politische, gesellschaftliche Strömungen/Eindrücke und Erkenntnisse aus anderen Unterrichtsfächern etc.) im Kunstunterricht aufgezeigt und mit den Schülern zu verarbeiten versucht. So sollen im heutigen Kunstunterricht lernorientierte Ansätze subjektorientierten Ansätzen gegenübergestellt werden. Eine ästhetische Bildung und ein kompensatorischer, fächerübergreifender Unterricht sind Schwerpunkte des ästhetischen Unterrichts in der heutigen Schule, d.h. der Einfluss von Künstlern, ihren Lehren soll vermittelt, kritisch betrachtet und entsprechend künstlerisch verwertet werden (siehe Abbildungen von Kunstwerken verschiedener Künstler des 20. Jahrhunderts).
M. Duchamp (1912) J. Dubuffet (1947) M. Rothko (ca. 1954) O. Alt (ca. 1985)
Ebenfalls stehen Performance und digitale Medien exemplarisch für neuere Verfahren im Kunstunterricht, wo zunehmend die Person (die Künstlerperson wie der Schüler im Umgang mit Kunst und ästhetischen Techniken) mehr und mehr in den Vordergrund gerückt wird und die künstlerischen Techniken mehr und mehr als Mittel zum Zweck fungieren, eigene Bedürfnisse, Wünsche, Forderungen auszudrücken.
Da, wie Diethart Kerbs (Kunsthistoriker und Kunstpädagoge der HdK, jetzt UdK Berlin) betont, künftig immer weniger Kinder aus Familien kommen werden, in denen noch erzählt, gelesen, musiziert und getanzt, diskutiert und gespielt, gemalt und gezeichnet werde, werde es auch immer weniger Menschen geben, die schon aus dem Elternhaus eine gewisse kulturelle Kompetenz mitbrächten, die sie schließlich zu einer aktiven Mitgestaltung der gesellschaftlichen Verhältnisse befähige. So vermittelt der Kunstunterricht heute auch eine gewisse kulturelle Kompetenz, die bei vielen Schülern mehr und mehr verloren zu gehen scheint. Diese wichtige Aufgabe des Kunstunterrichts wird heute oft unterschätzt, auch von Bildungspolitikern, die mit Stundenkürzungen in den ästhetischen Fächern kontraproduktiv agieren. Nicht erst seit der PISA-Studie wissen wir, dass das Lesen, das Leseverständnis sehr wichtig ist für die geistige Entwicklung von Kindern und bereits in der Grundschule zunehmend gefördert werden muss. Beispielsweise gehört zu dem so genannten "sinnentnehmenden Lesen" bekanntlich mehr als Identifizieren von Buchstaben und Wörtern. Kinder und Jugendliche müssen auch in der Lage sein, Konnotationen zu bilden, d.h. mit Wörtern Vorstellungen zu verbinden, Vorstellungen, die über die jeweilige buchstäbliche Bedeutung hinausgehen und Spielräume für Assoziationen und Interpretationen eröffnen. Daher wächst das Leseverständnis von Kindern im selben Maße, in dem sich ihr Bestand an Vorstellungen, an "inneren Bildern" entwickelt und erweitert. Dazu braucht es vielfältige und reichhaltige sinnliche Erfahrungen und "äußere Bilder" (z.B. Künstlerbilder), die ihre Geheimnisse nicht gleich preisgeben, sondern neugierig machen und viele verschiedene Sichtweisen zulassen. Das Leseverständnis kann man deshalb nicht allein nur durch mehr Lesen lernen, denn auch der Kunstunterricht kann viel zu einem lebendigen und kreativen Umgang mit Sprache beitragen.
Der Kunstunterricht in der Schule misst sich heute daran, was bei den Kindern und Jugendlichen "ankommt", welche Kenntnisse und/oder Fertigkeiten sie durch ihn erwerben, welche Erfahrungen sie machen, wie sich ihr Selbst- und Weltbild vielleicht ein wenig verändert und damit ihre kulturelle Kompetenz erweitert (siehe Abbildungen von Schülerarbeiten einer 8. Klasse einer Berliner Gesamtschule zu dem abstrakten Thema: "Bewegung und Ruhe").

Schülerarbeiten Schülerarbeiten Schülerarbeiten Schülerarbeiten

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Mathematik
Der Fachbereich Mathematik umfasst an der Katholischen Schule Liebfrauen 8 Kolleginnen und Kollegen. Obwohl wir ein nur zweizügiges Gymnasium sind, ist es uns bisher in jedem Jahr gelungen einen oder manchmal sogar zwei Leistungskurse in Mathematik einzurichten. Alle Kollegen und Kolleginnen unterrichten aber auch in unserer Realschule, die vom Gymnasium räumlich auch nicht getrennt ist.
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Sport
Seit vielen Jahren kann an der KSL auch Sport als 4. Prüfungsfach im Abitur gewählt werden. Dazu müssen die Schüler und Schülerinnen während der Oberstufenzeit 5 Sportkurse besuchen und im Abitur einen 4-Kampf und eine Ballspielsportprüfung ablegen. Die hierbei zu erbringenden Leistungen sind auch laut Rahmenplan sehr anspruchsvoll.
In der Oberstufe wird an der KSL eine breite Palette an Sportkursen angeboten, z.B.: Volleyball, Handball, Basketball, Fußball, Badminton, Hockey, Tischtennis, Leichtathletik, Schwimmen, Turnen, Fitness, Tanz und Gymnastik. Wir haben dabei das Glück umliegende Sportstätten (Mommsenstadion, Tennisplätze Harbigstraße, Sporthalle Schlossstrasse und die Schwimmhalle Krumme Straße) benutzen zu dürfen. Bei entsprechendem Schülerinteresse bieten wir seit 1996 auch eine Skifahrt für die Oberstufe an.
In der Mittelstufe werden alle Sportarten, die der Rahmenplan vorgibt, angeboten. Die jährlichen Bundesjugendspiele, klassenübergreifende Schulturniere, der Erwerb der jeweiligen Schwimmabzeichen gehören selbstverständlich zu unserer Schulsportkultur. Durch die für den Herbst 2002 vorgesehene Schulhofgestaltung wird insbesondere der Bereich Sport sehr profitieren, da neue Freiluftsportanlagen entstehen werden.
Unser Sportverständnis beinhaltet, dass wir mit interessierten Schülern und Schülerinnen und den entsprechenden Teams an vergleichenden Wettkämpfen der Berliner Schulen teilnehmen (Mini-Marathon, Staffeltage, Waldläufe, Schwimmen rund um Scharfenberg, Volleyballturniere, Streetball, Fußballwettbewerbe etc.). Hierbei können wir in Vergangenheit und Gegenwart auch als kleine Schule auf durchaus bemerkenswerte Leistungen und Platzierungen hinweisen.
Auf großes Interesse stößt unser umfangreiches Sport-AG Angebot, das sich aus folgenden Sportarten zusammensetzt: Badminton, Fußball, Basketball, Volleyball, Tennis, Jonglieren und Akrobatik, Gerätetauchen mit Zertifikat, Segelflugprojektwoche. Die beiden letzen AGs und Aktivitäten werden als Kooperationsmodelle "Schule und Verein" angeboten.
Auch wenn wir keine explizite Sportschule sind, so glauben wir jedoch, dass wir sportinteressierten Schülern und Schülerinnen eine Menge bieten können.
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